Ein ganz normaler Tag in einer ganz normalen Stadt – doch da rast plötzlich ein Nashorn durch die Straßen. Wenig später stürmt ein zweites Nashorn vorbei und die Verwandlung beginnt: Einwohner*innen fühlen sich nicht gut, ihre Haut verhärtet sich, ihre Stimmen werden heiser, bis sie nur noch schnaufen. Adern schwellen an, die Körpertemperatur schießt in die Höhe und schließlich werden sie selbst zu Nashörnern, die durch Wände brechen, Häuser ins Wanken bringen und alles zertrampeln. Wohin wird diese Verwandlung führen?

In DIE NASHÖRNER (14+) nach Eugène Ionesco, choreografiert von URSina Tossi, begegnen sechs Performer*innen Figuren und Orten aus dem Stück, streifen sich die Rollen über und legen sie wieder ab – Schicht für Schicht, wie verschiedene Häute. Es geht um Faschismus und um das, was in die Körper fährt, wenn der Faschismus sich darin Platz macht: Wut, Angst und Trauer. Es geht darum, welcher Genuss in Zerstörung liegen kann, aber auch um den Wunsch, sich an den Händen zu halten und der Verwandlung etwas entgegenzusetzen. Ein kraftvolles Tanzstück mit integrierter künstlerischer Audiodeskription für Menschen mit und ohne Sehbehinderungen, das das Publikum in einen Zustand bringt, in dem es das Trampeln und Schnaufen der Nashörner spüren kann.

© Sinje Hasheider

CREDITS

CHOREOGRAFIE & REGIE
URSina Tossi 

BÜHNE
Lea Kissing

KOSTÜME
Nina Divitschek

MUSIK
Johannes Miethke

CO-KREATION
Sakshi Jain, Ingjerd Solheim

AUDIODESKRIPTION & MITARBEIT DRAMATURGIE
Anngret Schultze

BERATUNG AUDIODESKRIPTION
Naomi Sanfo-Ansorge

DRAMATURGIE
Leonie Graf

KÜNSTLERISCHE VERMITTLUNG
İlayda Schattner

MIT
Tenzin Chöney, Elisabeth Heckel, Sakshi Jain, Denis Pöpping, Ilona Raytman, Ingjerd Solheim

© Sinje Hasheider

FÖRDERSATZ

DIE NASHÖRNER (14+) ist eine Produktion von der Parkaue (Junges Staatstheater Berlin).